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Geheimdienste suchen in der Wüste nach Gaddafis Gold

19.12.2011, 15:44
Nach dem Tod von Muammar al-Gaddafi suchen libysche und ausländische Geheimdienste nach den Schätzen des libyschen Ex-Herrschers. Wie die algerische Zeitung El-Khabar am Montag berichtet, wird vermutet, dass die Anhänger des Ex-Machthabers bis zu vier Tonnen Gold sowie Juwelen und 200 bis 500 Millionen US-Dollar Bargeld in der Wüste versteckt haben.

16.07.2011 | Ron Paul gegen Ben Bernanke: Ist Gold Geld?

 Der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul befragte Ben Bernanke am 13. Juli im Rahmen einer Anhörung des Finanzausschusses, kurz nachdem bekannt geworden war, dass sich die Federal Reserve auf eine dritte Runde der »Quantitativen Lockerung« (QE) vorbereite.

Goldpreis-Sturz: Was geschah in der Nacht nach dem dritten Advent?

Michael Brückner

Cui bono? Wer den deutlichen Rückgang des Goldpreises in den zurückliegenden Tagen erklären will, muss diese klassische kriminalistische Frage stellen. Wem nutzt es, wenn der Wert des gelben Edelmetalls in knapp drei Wochen um bis zu zehn Prozent sinkt? Es fördert mit Sicherheit nicht den Ruf des Goldes als »sicherer Hafen« in der anhaltenden Schuldenkrise. Das ist ganz im Sinne der Regierungen und Notenbanken. Denn stark steigende Goldpreise sind vor allem eines – ein klares Misstrauensvotum gegenüber dem Papiergeld, mit dem derzeit die Märkte geflutet werden.

Schon vor dem jüngsten Einbruch des Goldpreises bewegte sich der Wert des Edelmetalls wochenlang seitwärts. »Genau das wollen Regierungen und Notenbanken – die ›Fluchtwährung Gold‹ soll als unattraktiv dargestellt werden«, sagt ein in der Bodenseeregion ansässiger intimer Marktkenner. Die Mainstreammedien verstärken aufkommende Zweifel von Anlegern auf subtile Weise. Wann immer Journalisten oder sogenannte Verbraucherschützer über Gold berichten,

sprechen sie vom »vermeintlich sicheren Hafen«. Vermeinen bedeutet in der deutschen Sprache aber irrtümlich glauben. Demnach wäre es also ein Irrtum, Gold für einen sicheren Hafen zu halten. Die vorläufige Bilanz des Jahres 2011 spricht indessen eine andere Sprache: Trotz eines zweimaligen markanten Einbruchs des Goldpreises liegt die Jahres-Performance des Edelmetalls seit Januar bei deutlich über zehn Prozent (Stand: 16. Dezember). Der deutsche Aktienindex Dax hingegen verlor im selben Zeitraum fast 20 Prozent.

Doch zurück zur Frage, was den jüngsten Preissturz beim Gold ausgelöst hat. In der Nacht vom dritten Advent auf Montag, den 12. Dezember, geschahen an den asiatischen Märkten seltsame Dinge. Während die Europäer in die vorletzte Arbeitswoche vor Weihnachten schlummerten, wurden in Fernost innerhalb kurzer Zeit ungewöhnlich große Mengen Gold verkauft. Das zeigte umgehend Wirkung: In nur zehn Minuten gab der Goldpreis um 20 US-Dollar pro Unze nach. Wer war der Verkäufer? Darüber gibt es bisher nur Spekulationen, aber angesichts der großen Goldmengen, die plötzlich abgestoßen wurden, handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Zentralbank. Am Tag danach hielten sich an den Märkten hartnäckig Gerüchte, wonach die US-Notenbank Fed massiv in den Handel eingegriffen habe.

Während nämlich Politiker und viele Journalisten die Beschlüsse des jüngsten EU-Krisengipfels noch als Durchbruch und die deutsche Kanzlerin als »Königin der Nacht« feierten, beurteilten die Marktteilnehmer die wachsweichen Vereinbarungen viel skeptischer. Ein weiterer deutlicher Anstieg des Goldpreises habe unbedingt verhindert werden müssen, weil es das Vertrauen in die Papierwährungen untergraben hätte, berichtete die Wiener Presse (12. Dezember 2011). Marktberichte über Goldverkäufe durch die Fed, die Bank of England und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gab es schon seit Anfang Dezember.

Die Operation »Golddämpfer« zeigte Wirkung. Der plötzliche und außergewöhnlich heftige Preisrückgang schürte bei manchen Anlegern die Angst, nun könnte die angebliche Goldblase platzen. Sie trennten sich ebenfalls von ihren Edelmetallbeständen und beschleunigten dadurch die Talfahrt. Und als am Ende sogar die 200-Tage-Linie unterschritten wurde, gab es beinahe kein Halten mehr. Die Charttechnik lebt im Wesentlichen vom Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

 Wird eine wichtige Marke durchbrochen, setzen automatisch Verkäufe ein. Das große Volumen an »Papiergold«, also an handelbaren Wertpapieren mit und ohne Goldunterlegung, kann den Abwärtstrend erheblich beschleunigen, vor allem durch spekulative Leerverkäufe.

Obwohl sich der Goldpreis nur wenige Tage nach den Einbußen von Mitte Dezember wieder erholte – nicht zuletzt, weil viele Investoren die günstigen Preise zum Einstieg nutzten –, stellen sich manche Anleger die Frage, ob es wirklich sinnvoll war, physisches Gold zu kaufen. Wer vor knapp zwei Jahren Gold erwarb, zahlte dafür etwa 900 US-Dollar pro Feinunze. Selbst wenn der Goldpreis vorübergehend unter die 1.500-Dollar-Marke fallen würde, wäre die Performance trotzdem noch hervorragend.

Unmittelbar nach dem jüngsten Preisrutsch hörten wir uns bei Edelmetallexperten aus dem In- und Ausland um und baten um eine Prognose für das Jahr 2012. Die Botschaft ist klar: Keiner der Experten geht von einem anhaltend rückläufigen Goldpreis aus. Bei weiteren Marktmanipulationen seitens der Notenbanken kann es allerdings kurzfristig zu Rückschlägen kommen. Die Pessimisten unter den Edelmetallexperten gehen für das nächste Jahr von einer Seitwärtsbewegung des Goldpreises zwischen 1.600 und 1.700 US-Dollar aus. Die Optimisten (darunter die amerikanische Citigroup) halten bis Ende 2012 sogar einen Unzenpreis von 2.400 US-Dollar für möglich. Die weitaus meisten Marktbeobachter prognostizieren für das Jahr 2012 Goldpreise zwischen 2.000 und 2.100 US-Dollar pro Unze. Als Gründe werden die hohen Inflationsrisiken, die nach wie vor ungelöste Schuldenkrise und nicht zuletzt die Tatsache genannt, dass der langfristige Aufwärtstrend nach wie vor intakt sei.

Es ist also keine schlechte Idee, vorübergehende Preisrückgänge zu nutzen, um die Goldbestände aufzustocken. Allerdings sollte man sich in den nächsten Monaten auf eine weiter zunehmende Volatilität einstellen. Das heißt, die kurzfristigen Preisschwankungen können kräftig ausfallen. Mittel- bis langfristig orientierte Anleger muss dies aber nicht beunruhigen.

 


   

  

                   

Prof. Bocker: “Point of no return ist längst überschritten“

17.09.2011 | 9:00 Uhr | DAF
Finanz- und Wirtschaftsjournalist, Buchautor, Edelmetall-Experte, Hochschullehrer - die Liste der Aktivitäten von Prof Hans J. Bocker ist lang. Für Prof. Bocker ist Eines so sicher wie das Amen in der Kirche: Die Eurozone wird nur noch max. 2 Jahre überleben. “Es handelt sich hier ja um ein künstlich geschaffenes politisches Gebilde, was letzten Endes auf Idiologie basiert“, so Bocker. “Bis jetzt hat noch kein idiologisches Konstrukt in der Geschichte irgendwie überlebt.“ Mehr dazu im Interview.

“EU und Euro sind nach meiner Ansicht ausgesprochene Schönwetter-Konstruktionen“, so Bocker weiter. “Sobald Sturm und Gewitter kommen, dann zeigen sich die Risse.“ Auch in den USA sieht die Lage laut Prof. Bocker nicht viel besser aus: “Die Frage heißt jetzt: Wer hat die besseren Chancen? Das ist so ziemlich egal. Keine Papierwährung hat bis heute jemals überlebt!“

Zusammenbruch der Währungen, Staatsbankrotte oder Hyperinflation - es ist ein düsteres Bild, das Prof. Hans Bocker für die Zukunft malt. Wie sich der Anleger laut Prof. Bocker am besten für das Worst-Case-Szenario wappnen kann, erfahren Sie im Interview.

Zum DAF-Video Teil 1: Videobeitrag ansehen

Zum DAF-Video Teil 2: Videobeitrag ansehen

Meilensteine der Goldpreisentwicklung

30.08.2011 | 13:20 |   (APA)

Aufgrund der aktuellen Finanzkrise haben viele Anleger das Vertrauen in das Börsensystem verloren. Sie legen ihr Vermögen immer öfters in Gold an. Zuletzt erreichte das begehrte Edelmetall rund 1900 Dollar pro Feinunze.

Angesichts der hohen Staatsverschuldungen und der Börsenkrise sind viele Anleger in den „sicheren Hafen“ Gold geflüchtet.Das Edelmetall notierte auf einem Höchststand von 1914,50 Dollar (1328,30 Euro) pro Feinunze. Seit der Entkoppelung des Dollars vom Goldpreis vor rund 40 Jahren  hat sich der Goldwert inflationsbereinigt um fast 300 Prozent gesteigert. DiePresse.com zeigt Ihnen die Meilensteine der Goldpreisentwicklung der letzten Jahrzehnte.

1971: Entkoppelung des Dollars vom Gold

US-Präsident Richard Nixon hebt die Bindung des US-Dollar an Gold auf und beendet damit das 1944 in Bretton Woods festgelegte Weltwährungssystem. Bis 1971 war der Gold-Preis auf 35 Dollar je Feinunze Gold festgesetzt.

1980: Krisenfester Anlagehafen

Der Goldpreis steigt erstmals auf 850 Dollar. Eine hohe Inflation als Folge steigender Ölpreise, der sowjetische Einmarsch in Afghanistan und die Revolution im Iran treiben Anleger in die Goldanlage.

1999: Spekulationen drücken Goldpreis

Spekulationen, dass Notenbanken die Goldreserven reduzieren wollen, drücken den Preis für das Edelmetall auf 251,70 Dollar.

2000: Aufwärtstrend des Goldpreises

Aufgrund der drastischen Kursverluste an der US-Technologiebörse Nasdaq von über vier Prozentpunkten beginnt eine weltweite Talfahrt an den Börsen. Die USA, Japan und der Euro-Raum gleiten in eine Rezession ab. Der Goldpreis steigt allmählich von einem Vorjahrestief von rund 250 auf 300 US-Dollar an.

2003: Irak-Krieg verunsichert Märkte

Die Nervosität vor dem Einmarsch der US- Truppen im Irak treibt den Goldpreis auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren bei 388,50 Dollar an. Gleichzeitig senkt die US-Zentralbank den Leitzins auf ein Prozent.

2005: „Goldanker“ immer wichtiger

Gold überspringt aufgrund der instabilen Marktentwicklungen die 500 Dollar-Marke. Immer mehr  Investoren nutzen das Edelmetall verstärkt als Absicherung für ihre Portfolios.
Hinzu kommt, dass durch den wachsenden Wohlstand in den asiatischen Tigerstaaten die Lust auf Gold wächst. Die Wohlhabenden tragen ihren Reichtum gerne in Form von Gold zur Schau. Der Goldpreis steigt entsprechend der Nachfrage.

2006: 24-Jahreshoch

Ein schwacher Dollar, steigende Ölpreise und der Atomkonflikt mit dem Iran treiben Gold bis auf 730 Dollar und damit auf ein 24-Jahreshoch.

2008: Zusammenbruch der Lehman Brothers

Zwei Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers steigt der Goldpreis binnen 24 Stunden um 110 Dollar und erreichte somit den größten Tagesgewinn der Geschichte. Der Preis des Edelmetalls stieg im Tagesverlauf von 780 auf über 890 US-Dollar, ein Plus von 14 Prozent.

2009: Goldpreis durchbricht Schallmauer

Angesichts der drastischen Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten und einer drohenden weltweiten Rezession als Folge der Finanzkrise durchbricht der Goldpreis die 1000 Dollar-Schallmauer. Im Verlauf des Jahres erreicht das begehrte Edelmetall weitere Spitzenpreise. Aufgrund der Kursverluste des Dollars und Spekulationen auf eine Ausweitung der Gold-Reserven der Notenbanken treibt der Goldpreis auf die 1200 Dollar-Marke zu.

2010: Goldfieber hält an

Die Furcht vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise und die damit einhergehende Zweifel an der Erholung der europäischen Konjunktur treiben Gold von Rekordhoch zu Rekordhoch. Einen Tag nach der Ankündigung eines neuen milliardenschweren Fed-Anleihenkaufprogramms zieht der Goldpreis nochmals deutlich an und steigt im November erstmals über die 1400 Dollar-Marke.

2011: Das Jahr des Goldrausches

Im Juli entflammt in den krisengeschüttelten USA eine hitzige Debatte über die Anhebung der Schuldenobergrenze die sich derzeit bei 14,3 Billionen Dollar befindet. Zeitweise wird sogar über eine Staatspleite spekuliert. Gleichzeitig spitzt sich die europäische Schuldenkrise stark zu. Die negativen Entwicklungen am Finanzmarkt und die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA lösen unter den Anlegern und Sparern einen Goldrausch aus. Der Preis für die Feinunze erreicht die Rekordhöhe von mehr als 1900 Dollar.

2012: Wird die 3000 Dollar-Marke geknackt?

Analysten sehen kein Ende des Goldfiebers. Ein starker Vertrauensverlust in die Papiergeldwährung, negatives Realzinsniveau und erhöhte Schmucknachfrage aus den Emerging- Markets lässt viele Anleger in den sicheren „Goldhafen“ flüchten. Finanzexperten sehen in den Entwicklungen am Goldmarkt keinen kurzen Sprint, sondern einen länger anhaltenden Marathonlauf. Für die kommenden Jahre wird also weiterhin mit einem Anstieg des Goldpreises gerechnet. Die meisten Prognosen rechnen bis Ende des Jahres noch mit einer Preissteigerung auf 2000 Dollar (1379,12 Euro) pro Feinunze.  US-Ökonom James Turk sieht wiederum noch mehr Potential in dem gelben Edelmetall. Der Goldexperte ist überzeugt für eine Goldunze bald 3500 Dollar zu bezahlen.